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Presse: WAZ, 10. Januar 2003

Preußischer Tiefladewagen von 1910 verstärkt Skulpturenpark

Schweres Eisen ist ins Museumsdepot des Rheinischen Industriemuseums (RIM) gerollt:

Ein Schwerlastwaggon von 1910 bereichert seit gestern den historischen Fahrzeugbestand. Der achtachsige preußische Tiefladewagen gehört zur Familie der Spezialwaggons, die nur in kleinen Stückzahlen produziert wurden. Schwere Ladegüter - große Maschinenteile, Kessel, Brückenteile - wurden auf ihm fortbewegt.

Der von der "Aktiengesellschaft für Eisenbahnwaggonbau" gebaute Waggon hat lange Zeit seine Dienste für die Rheinische Schwerindustrie getan, zuletzt fuhr er allerdings südlich vom Bodensee Lasten herum.
"Vor einiger Zeit ist er ausgemustert worden, und die Firma hat ihn uns zur Verfügung gestellt", so Sammlungsleiter Dr. Daniel Stemmrich.
Mit seinen über 90 Jahren war der Waggon nicht mehr über den TÜV gekommen.

Zwei Ladekräne,die bis zu 14 Tonnen heben können, haben den Waggon am Sammlungsdepot abgestellt.

Die LICHTE-GmbH aus Duisburg hat mit einem Tandem Hub dieses schwere Gut transportiert und milimetergenau eingepasst. Neu lackiert in seinen historischen Farben braun und schwarz verstärkt die schwergewichtige RIM-Errungenschaft nun das Freilichtmuseum, das an der Essener Straße aufgebaut werden soll.

"An dieser Stelle werden bald noch mehr Großexponate innerhalb eines Skulpturenparks zu sehen sein", verspricht Museumsdirektorin Milena Karabaic.

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