| DUISBURG(ABZ).
- "Der Markt für Logistikimmobilien
ist weltweit in Bewegung geraten",
meint Christoph Meyer, Geschäftsführer des Immobilienberaters Müller
Consult. Er nimmt an, dass die Dienstleistungstiefe in der Transport-
und Logistikkette im Rahmen des wachsenden Outsourcing-Betreibens
der
Branche - trotz erster gegenläufiger Trends - weiter wachsen wird.
Dabei rücken nach Beobachtung des Consulters solche Standorte ins
Interesse, die im Wettbewerb um Gewerbeunternehmen bislang ein
Schattendasein führten.
Ähnlich
sieht das Logistikunternehmer Jürgen Lichte: "Hierzulande
zeigen sich nicht nur quantitative Veränderungen. Vielmehr ist
eine Spezialisierung der einzelnen Logistiksparten zu erkennen.
So werden auch immer
mehr Baulogistikzentren entstehen. Dadurch rücke Miete statt
Eigentum in den Vordergrund, fast vergessene Standorte würden
wieder entdeckt. Deshalb erlebe auch ein Standort wie Duisburg
hinsichtlich der Baulogistik eine Wiedergeburt - abseits der
großen Güterverkehrszentren."
Doch
Logistikimmobilien hält der Unternehmer immer noch für Mangelware,
obwohl sich gerade die mittleren oder kleineren Standorte aus
seiner Sicht durch Effizienz auszeichnen. "Hier krempeln sich
die Entscheider noch selbst die Ärmel hoch, und ganz kurzfristig
kann so eine Anmietung der Büro- und Lagerfläche vorgenommen
werden."
Dass
eine effiziente Logistik einen hohen Einfluss auf den betrieblichen
Leistungsprozess hat, erkennen nach Ansicht von Thomas Beyerle,
Leiter des Research der Dresdner Bank Immobiliengruppe, Händler
und Pro-duzenten gleichermaßen. Vor allem komme es auf eine Vereinfachung
und Flexibilisierung der Beziehung zwischen Kunden und Lieferanten
und eine Neustrukturierung der Wertschöpfungskette an. Beyerle
hält neben einer guten Ausstattung und Lage sowie Anschluss-möglichkeit
an möglichst viele Verkehrsträger - zum Beispiel Autobahn, Containerbahnhof,
Binnenhafen, auch die Nähe zu Produktionsstätten, Handel und
Entsorgungseinrichtungen - für bedeutungsvoll.
Lichte
bietet in Duisburg-Neuenkamp direkt am Hafen Flächen zur Vermietung
auch mit angeforderter Bewirtschaftung an. Als Transport-
und Logistikunternehmer mit dem Standort Duisburg, merkt der
Logistikunternehmer an, dass der Duisburger Hafen in naher Zukunft
ausgebaut und eine
weitere Standortverstärkung wahrzunehmen sein
wird: "Mit unseren Ladekränen sind wir mobil und können
auch schwere Container und Maschinen deutschland- sowie europaweit
transportieren."
Immer
mehr Kunden nutzen dem Geschäftsführer zufolge die Sondervereinbarung,
die sein Unternehmen rund um den Container anbietet. Hier soll
den Bestellern durch hauseigene Finanzierungs-möglichkeiten die
Aufstellung von Mobilräumen oder Hallen in Leichtbauweise noch
schneller ermöglicht werden. Das Konzept soll die beiden Bereiche
Systembauten und Transport unter einen Hut bringen.
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